Kunst

Seit ich mich erinnern kann, habe ich gemalt und gezeichnet. Mit 18 Jahren, nach diesem völlig seltsamen und nicht einzuordnenden „Allseele“- Erlebnis, ein winziges Teil von einem unbegreiflichen Ganzen zu sein, änderte sich auch mein Zeichenstil und die Thematik.

Ich sah in den Fliesen in Küche und Bad groteske Gesichter und begann, kleine Figuren ineinander zu zeichnen, so in etwa wie in den Fliesen. Wir können jederzeit, wie als Kinder, in allen Strukturen alles Mögliche sehen – und tun das auch, meist unbewusst. Darüber schrieb ich meine Magisterarbeit: Sartres Theorie des Imaginären.

Jean Paul Sartre bezog einen großen Teil seiner Inspiration aus der Erkenntnis, dass jeder in einer Baumwurzel eine Hexe, in einem Radiergummi ein Flugzeug sehen kann, ja, dass jedes beliebige Ding für den einen etwas ganz anderes darstellen kann als für den anderen. Mit anderen Worten: Wir gestalten unsere Welt nach unserer Vorstellung.

Einige Jahre später entwickelte sich ein spezieller Buntstiftstil, ebenfalls bis heute wohl einzigartig. Verschiedene Farbstrichelungen übereinander ergeben   eine Art Aquarelleffekt, wo schemenhaft   Formen auftauchen und wieder zerfließen. Auch hier dasselbe Spiel mit der Einbildungskraft des Betrachters. Da scheint ein Gesicht auf, daneben eine Pflanze oder ein Gebäude. Der Nächste sieht etwas ganz anderes. 

Mehr dazu in Artikel in Visionen 


Richard Sylvester. Talks 2016 in Krailling bei München

Richard Sylvester besitzt die seltene Gabe, in alltäglicher Sprache auszudrücken, was sonst oft esoterisch verbrämt wird. Wie Tony Parsons, der Richards Bücher und Talks ausdrücklich empfiehlt, weist er radikal einfach und mit typisch britischem Humor auf das Wesen der Nichtdualität und vermittelt ein Gespür für das, was ungetrennt stets ist.

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